Ihr Internetanbieter beobachtet alles, was sie tun: aktivieren sie diese Windows-11-Einstellung, um dies zu stoppen

Schützen Sie Ihre Privatsphäre in Windows 11: Aktivieren Sie DNS über HTTPS, um unverschlüsselte Anfragen zu vermeiden und Ihr Surfverhalten gegenüber Ihrem ISP zu minimieren.
Jedes Mal, wenn Sie eine Website aufrufen, erhält Ihr ISP Einblick. Die oft übersehenen Datenschutz-Einstellungen von Windows 11 bleiben im Verborgenen, obwohl sie ständig auf Ihrem PC sind. Keine zusätzliche Software erforderlich, nur das Wissen, wo zu suchen ist. Die meisten ignorieren das.
Ihr ISP sieht jede besuchte Website
DNS-Anfragen sind unverschlüsselt
Stellen Sie sich vor, Sie fragen einen Fremden nach dem Weg zu einem Gebäude. Sie wissen nicht, was danach passiert, aber der Fremde weiß, dass Sie gefragt haben und wo Sie hinwollen. So läuft es, wenn Ihr PC eine Website lädt.
Bevor Ihr Browser eine Seite öffnet, muss er den Domainnamen in eine Adresse umwandeln. Diese Abfrage erfolgt über Port 53, ohne jede Verschlüsselung. Egal, ob die Website über HTTPS geschützt ist. Die Anfrage wird zuerst unverschlüsselt und über einen anderen Kanal gesendet, bevor die gesicherte Verbindung hergestellt wird.
Ihr ISP ist nicht der einzige Beobachter. Jeder, der Ihr Netzwerksegment nutzt, und jeder Router auf dem Weg kann diese Informationen erfassen.
DNS über HTTPS – der stille Datenschutz
Eingebaut, aber nicht aktiviert
Hier kommt DNS over HTTPS (DoH) ins Spiel. Anstatt eine offene Anfrage zu senden, wird sie in den gleichen verschlüsselten Kanal integriert, den Ihr Browser auch für HTTPS nutzt, und über Port 443 versendet. Von außen ist diese Verbindung nicht als DNS-Anfrage erkennbar.
Wichtig zu wissen: DoH ist kein VPN. Es verschlüsselt nur den Abfrage-Schritt. Der tatsächliche Surfverkehr bleibt ungeschützt. Um den Unterschied zu verstehen, müssen Sie wissen, was ein VPN wirklich für Sie tut und welche Informationen Ihr ISP auch dann noch erhält.
DNS über HTTPS in Windows 11 aktivieren
Kurze Aktivierung in den Einstellungen
So aktivieren Sie es:
- Öffnen Sie Einstellungen, dann Netzwerk & Internet.
- Wählen Sie Ihre aktive Verbindung: Wi-Fi oder Ethernet.
- Finden Sie die DNS-Serverzuweisung und klicken Sie auf Bearbeiten.
- Wechseln Sie von Automatisch zu Manuell und aktivieren Sie IPv4.
- Geben Sie die DNS-Serveradressen ein: Für Cloudflare nutzen Sie
1.1.1.1und1.0.0.1. Für Google verwenden Sie8.8.8.8und8.8.4.4. Bei Quad9 sind es9.9.9.9und149.112.112.112. - Wählen Sie bei jedem Server im Dropdown Ein (Automatische Vorlage).
- Klicken Sie auf Speichern.
Das Dropdown-Menü erscheint nur, wenn Windows den Anbieter als DoH-fähig erkennt, aktuell Cloudflare, Google und Quad9. Bei anderen Anbietern wie NextDNS müssen Sie die Vorlage über PowerShell hinzufügen.
Überprüfen Sie nach der Aktivierung, ob alles funktioniert. Ein Browser-Test auf 1.1.1.1/help von Cloudflare zeigt Ihnen sofort, ob der Schutz aktiv ist.
Überprüfen Sie die Verschlüsselung Ihrer DNS-Anfragen.
Netzwerkänderungen bei Aktivierung
Browser mit eigenen Präferenzen
Ein häufiges Missverständnis: Chrome, Firefox und Edge nutzen eigene sichere DNS-Einstellungen. Ist die integrierte Option eines Browsers aktiviert und zeigt auf einen anderen Anbieter als den, den Sie in Windows festgelegt haben, bleibt der Browser bei seiner Wahl für vordefinierten Verkehr.
Andere Programme und Dienste auf Ihrem PC folgen der Windows-Konfiguration. Das ist normal. Zwei separate Einstellungen erfüllen ähnliche Aufgaben an verschiedenen Punkten. Verwirrung ist vorprogrammiert, wenn Sie die Einstellungen überprüfen.
Schauen Sie später im Browser nach. Möglicherweise entdecken Sie dort einen anderen Anbieter.
Vor einer flächendeckenden Einführung sollten Sie zwei Setups prüfen. Split-Tunnel-VPNs könnten DNS-Verkehr außerhalb des Tunnels entkommen lassen, da VPN-Client und Windows jeweils annehmen, der andere kümmere sich darum. Wenn Ihr Router oder Firmennetzwerk Filtersoftware verwendet, die DNS-Anfragen inspiziert, beruhen diese Systeme auf Klartextanfragen. Ist die Abfrage verschlüsselt, stehen den Filtern keine Daten mehr zur Verfügung.
Wichtig: Diese Einstellung gilt nur für das Gerät, auf dem Sie sie vorgenommen haben. Ihr Smart-TV, Ihre Spielkonsole oder der Laptop eines Familienmitglieds im selben Netzwerk sendet weiterhin DNS-Anfragen großteils unverschlüsselt, es sei denn, Sie wiederholen die Konfiguration auf jedem Gerät oder ändern die Router-Einstellungen.
Wenn nach dieser Umstellung eine Seite nicht mehr lädt, bleiben Sie ruhig. Gehen Sie zurück zu den DNS-Einstellungen und wechseln Sie kurz auf Automatisch, um zu prüfen, ob der neue DNS-Anbieter tatsächlich der Übeltäter ist. In neun von zehn Fällen ist das ausreichend. Wenn Sie nach der Umstellung weiterhin Sicherheit auf Ihrem PC wünschen, gibt es zahlreiche Datenschutzfunktionen in Windows 11, die eine Deaktivierung wert sind.
ISP nicht im Bilde lassen
DNS über HTTPS macht Sie online nicht unsichtbar und war nie dafür vorgesehen. Es minimiert lediglich, wie Ihr Surfverhalten ohne Ihre Zustimmung protokolliert wird. Windows 11 integriert das seit Jahren, hat es jedoch nicht entsprechend hervorgehoben.
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