Ich habe 5 tägliche PC-Aufgaben getestet, um herauszufinden, ob Linux tatsächlich schwieriger ist als Windows

Indeks
  1. Installieren von apps und ändern von standard-apps
    1. Zorin OS glänzt bei updates, schwächelt im workflow
    2. Zorin OS bietet vertrautheit
  2. Ändern von allgemeinen systemeinstellungen
    1. Minimale unterschiede
  3. Verwalten von dateien und verbundenen laufwerken
    1. Beinahe identische erfahrung
  4. Verwalten von startanwendungen
    1. Welches System zeigt sich besser?
  5. Startanwendungen
    1. Zorin OS hat die Steuerung in eine eigene App gepackt
    2. Zorin OS hat die nase vorn
  6. Zorin hat es erledigt.

Der Artikel vergleicht die Benutzerfreundlichkeit von Zorin OS und Windows 11 anhand alltäglicher Aufgaben und zeigt, dass Zorin OS oft die einfacheren Lösungen bietet.

Jahrzehntelang war ich im Windows-Lager. Lange galt die Ansicht, dass Linux kompliziert ist, vor allem unter Windows- und Mac-Nutzern. Doch das hat sich gewandelt.

Distributionen wie Zorin OS bieten inzwischen deutlich mehr Benutzerfreundlichkeit. Ich wollte herausfinden, wie sie beim täglichen Arbeiten im Vergleich zu Windows abschneiden. Deshalb teste ich fünf alltägliche Aufgaben in beiden Systemen und nehme mir vor, zu beurteilen, welche Plattform die einfacheren Lösungen bietet.

Installieren von apps und ändern von standard-apps

Zorin OS glänzt bei updates, schwächelt im workflow

Als jemand, der häufig Software testet, installiere und deinstalliere ich regelmäßig Apps. Auch das Ändern von Standard-Apps gehört dazu, damit die richtigen Programme beim Öffnen von Dateien oder Links starten. Für diesen Test installierte ich Thunderbird sowohl in Windows als auch in Zorin OS über die jeweiligen Software-Stores und richtete es als Standard-E-Mail-Client ein.

Hier gab es keinen merklichen Unterschied. Beide Systeme sind gleich gut zu bedienen. Zorin OS punktet, indem es beim Start aktuelle Software-Updates besser anzeigt. Das erleichtert die Aktualisierung. Diese Runde geht also an Zorin OS.

Zorin OS bietet vertrautheit

Die Suche nach meinen täglichen Apps in Zorin OS fühlt sich ähnlich an wie bei Windows. Das Startmenü funktioniert fast identisch, sodass ich kaum Zeit in das Lernen investieren musste. Ich öffnete das Menü, suchte eine App und startete sie fast wie in Windows 11.

Der Hauptunterschied: Die angezeigten Ergebnisse. Das Windows 11 Startmenü mischt Web-Ergebnisse und Vorschläge, die oft nach Microsoft-Produkten schnappen. Zorin OS bleibt fokussiert. Hier sehe ich nur die Apps und Dateien, die ich brauche. Dieser klarere Ansatz führt zu einem knappen weiteren Sieg für Zorin OS.

Ändern von allgemeinen systemeinstellungen

Minimale unterschiede

In den Systemeinstellungen verbringe ich viel Zeit. Ob Anzeige-Skalierung, Hintergrundbilder oder Bluetooth-Verbindungen – ich habe diese Aufgaben in Windows 11 und Zorin OS ausprobiert, um zu sehen, ob eine der beiden Optionen es mir einfacher macht.

Keines der Betriebssysteme sticht hervor. Trotz unterschiedlicher Menüorganisation bleiben die Workflows ähnlich. Ich fand die benötigten Einstellungen problemlos, ohne ins Stocken zu geraten. Diese Runde ist unentschieden.

Verwalten von dateien und verbundenen laufwerken

Beinahe identische erfahrung

Für diesen Test musste ich praktische Aufgaben erledigen. Ich hatte Screenshots beider Systeme, die ich über einen USB-Stick transferieren wollte. Dazu musste ich den Stick anschließen, die Dateien finden, kopieren und an den gewünschten Ort verschieben.

Sobald der USB-Stick eingesteckt war, gab es nichts Neues zu lernen. Beide Systeme erledigen diese grundlegenden Aufgaben – das Erkennen des Sticks, das Kopieren, Verschieben und Organisieren der Dateien – in derselben, erwarteten Weise. Daher geht auch diese Runde unentschieden aus.

Verwalten von startanwendungen

Welches System zeigt sich besser?

Das Verwalten von Startanwendungen ist ein weiterer Bereich, den ich getestet habe. Hierbei ging es um Anpassung und Auswahl der Programme, die beim Start automatisch ausgeführt werden.

Startanwendungen

Zorin OS hat die Steuerung in eine eigene App gepackt

Startanwendungen verwalten – keine Raketenwissenschaft, solange man weiß, wo man suchen muss. In Windows 11 sind die Steuerelemente versteckt unter Einstellungen > Apps > Autostart. Zorin OS macht es besser: eine eigenständige App für alles, was man braucht. Alles an einem Ort.

Es gibt jedoch einen Nachteil. Ohne Vorwissen zur Existenz dieser App könnte die Suche frustrierend werden. Dennoch bevorzuge ich die Trennung des Startmanagements von den allgemeinen Einstellungen. Diese Runde geht an Zorin OS.

Zorin OS hat die nase vorn

Ich ging davon aus, dass beide Betriebssysteme gleich abschneiden. Doch Zorin OS hat die Überhand gewonnen. Die meisten Alltags-Workflows ähneln sich, aber wo Unterschiede auftauchen, favorisiere ich meist Zorin OS.

Zorin hat es erledigt.

Dank der Unterstützung für Windows-Apps, die mir erlaubt, Programme wie NoteTab Pro zu nutzen, und einer weniger überladenen Benutzeroberfläche als Windows 11, sehe ich Zorin OS als die einfachere Wahl für diese Aufgaben.

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