Mein Tablet läuft mit einer vollständigen Linux-Distribution, und es ist das beste testfeld, das ich für neue betriebssysteme gefunden habe

Indeks
  1. Installation deiner Linux-Distribution vorbereiten
    1. Notwendige Apps vor dem Start
  2. Debian
    1. Meine Wahl für Audio und Schreiben
  3. Ubuntu
    1. Ideal für den Einstieg in Linux
    2. Android und Linux harmonieren

Entdecke die Vorteile von Linux auf Tablets: tragbar, vielseitig und leistungsstark. Hier erfährst du, wie du verschiedene Distributionen einfach installierst und nutzt.

Linux auf einem Tablet? Absolut empfehlenswert. Es ist tragbar, ermöglicht schnelle Wechsel zwischen Distributionen ohne Partitionieren und bietet eine willkommene Abwechslung zur typischen Tablet-Oberfläche. Es fungiert als leistungsfähige Plattform – weniger Einschränkungen als Android. Aber die Erfahrung ist ganz anders als am Desktop. Hier sind meine zwei Favoriten für Android-Tablets und wie du sie jetzt auf deinem Gerät zum Laufen bringst.

Installation deiner Linux-Distribution vorbereiten

Notwendige Apps vor dem Start

Es gibt mehrere Wege, Linux-Distributionen auf deinem Android-Gerät zu installieren. Zuerst: Installiere den Terminal-Emulator Termux.

Ich empfehle die Nutzung von proot-distro in Termux. Kein Root-Zugriff nötig, das geht einfach.

Lade Termux über F-Droid herunter. Die Version im Google Play Store wird nicht mehr aktualisiert.

Kürzlich habe ich Andronix ausprobiert. Es liefert dir die notwendigen Befehle, um eine ausgewählte Distribution herunterzuladen und zu installieren. Wähle deine Distribution und GUI-Umgebung aus und kopiere den generierten Befehl in Termux.

Natürlich kannst du deine Distribution auch nur über Termux als Kommandozeilen-Anwendung nutzen. Aber ein VNC-Viewer gibt dir ein nahezu komplettes Desktop-Erlebnis. VNC verbindet dich mit einem entfernten System und ermöglicht die Verwendung einer GUI. Genau das tust du, wenn du Linux über einen Terminal-Emulator auf Android ausführst.

Sei vorsichtig mit Online-Code. Überprüfe ihn, bevor du ihn in deinen Terminal eingibst. Schütze dein System vor Malware.

Ein Leser hat darauf hingewiesen, dass es nicht die GUI selbst ist, die Verbindung herstellt.

Andronix empfiehlt RealVNC (RVNC), aber es ist kostenpflichtig. Du benötigst schlicht einen Viewer. Die Serverkomponente ist optional und für lokale Ausführung nicht nötig (das ist sicherer). Ich bevorzuge MultiVNC, einen Open-Source-VNC-Viewer.

Mit Andronix: Wähle die gewünschte Distribution, die GUI, kopiere den Code in Termux und entspanne, während die Installation läuft.

Debian

Meine Wahl für Audio und Schreiben

Debian war nicht die erste Distribution auf meinem Tablet, aber die häufigste Nutzung. Ich setze es seit Monaten ein, speziell wenn ich den Computer nicht hochfahren oder nicht im Büro bin.

Wesentlich ist für mich die Audioaufnahme und das Schreiben. Seit einiger Zeit experimentiere ich mit Debian auf dem Tablet – die Installation verlief reibungslos, und ich konnte Audacity problemlos nutzen.

Ich nutze es, um Musikschnipsel aufzunehmen und kleinere Schreibprojekte umzusetzen. Es fungiert auch hervorragend als Testumgebung für verschiedene Apps.

Ich habe mit Python gearbeitet und experimentiere mit Textual. Dabei arbeite ich an einem benutzerdefinierten Rezept-Terminal. Das ist nicht nur unterhaltsam, sondern hat mich auch inspiriert, Debian in Gnome Boxes neben meiner Linux Mint-Konfiguration zu verwenden.

Ich habe eine lokale Instanz von Ollama installiert.

Debian bereitete mir während der Installation kaum Schwierigkeiten. Alpine funktioniert nur über die Kommandozeile auf meinem Tablet und Handy, und bei Void Linux scheiterte die Installation völlig. Trotz der Stärken von Debian empfinde ich Ubuntu in Android als etwas besser.

Ubuntu

Ideal für den Einstieg in Linux

Mint empfehle ich jedem Linux-Neuling auf dem PC, doch Ubuntu ist das optimale Lernwerkzeug für tablet-basiertes Linux. Es läuft gut auf Standard-Android-Geräten. Auch wenn es nicht so ausgefeilt ist wie Ubuntu Touch, funktioniert es für viele Anwendungen.

Ich habe es auf einem Motorola-Handy getestet und dann auf meinem Tablet installiert. Es bietet alles, was ich mit Debian gemacht habe, ist aber auf Android intuitiver. Die Leistung ist gedämpfter, der volle Zugriff fehlt, aber du bekommst dennoch einen Eindruck von der Distribution, den integrierten Programmen und kannst die Kommandozeile sowie die Desktop-Umgebung kennenlernen – bevor du dich für die Installation auf einem Computer entscheidest.

Linux auf einem Tablet für ernsthafte Arbeiten zu verwenden, macht wenig Sinn, aber es ist eine unterhaltsame Möglichkeit, es auszuprobieren, ohne auf virtuelle Maschinen oder Partitionen zurückzugreifen.

Android und Linux harmonieren

Selbst wenn du Linux nicht täglich auf einem Android-Gerät einsetzen möchtest, ist es eine spannende Möglichkeit, das Betriebssystem kennenzulernen. Trotz der Herausforderungen teste ich oft neue Distributionen zuerst auf Android, bevor ich sie in GNOME Boxes oder auf einem Desktop einsetze. Linux auf Android hat viel Potenzial – sei es zum Testen, Lernen oder einfach nur zum Spaß.

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