3 Linux-Handys, die Sie tatsächlich jetzt kaufen und benutzen können (und warum Sie das wahrscheinlich nicht sollten)

Indeks
  1. Fairphone 5
    1. Starke Linux-Unterstützung, eingeschränkter USA-Zugang
  2. Purism Librem 5
    1. Rein, aber veraltet
  3. Volla Phone Quintus
    1. Wahlmöglichkeiten, aber teuer
  4. AOSP im Blick
    1. Offene-Quellen-Training-Räder

Linux-Handys bieten heute leistungsstarke Alternativen zu Android und iPhone, jedoch sind technische Herausforderungen und eingeschränkte Unterstützung zu beachten. Entdecken Sie empfehlenswerte Modelle wie Fairphone 5 und Librem 5.

Linux-Handys haben sich von der Zeit, als man Software mühsam installieren musste, deutlich gewandelt. Heute gibt es leistungsstarke Geräte, die ähnlich gut performen wie Android und iPhone – jedoch mit echtem offenen Quellcode.

Wo anfangen? Wenn Sie Linux auf Ihrem Handy nutzen möchten, stehen einige empfehlenswerte Marken bereit. Doch Vorsicht: Wer Probleme scheut, könnte schnell zu Android zurückkehren, auch wenn es technisch Linux-basiert ist.

Fairphone 5

Starke Linux-Unterstützung, eingeschränkter USA-Zugang

Das Fairphone 5 zählt zu den sichersten Linux-Handys. Sie können es mit der Ubuntu Touch-Distro flashen, die allerdings nur eingeschränkte VoLTE-Unterstützung bietet. Der Qualcomm Dragonwing-Prozessor sorgt für flotte Leistung, es bietet 128 GB erweiterbaren Speicher und 50-Megapixel-Kameras. Zudem ist es hochgradig reparierbar und spiegelt ethische Produktionsstandards wider – eine gute Wahl in Bezug auf ökologische und soziale Verantwortung.

Der Nachteil? Offiziell in den USA nicht erhältlich. Während das Entsperr-Modell auf dem T-Mobile-Netz funktionieren sollte, ist die vollständige Kompatibilität nicht garantiert. Und nach dem Kauf erhalten Sie keine Unterstützung bei Problemen. Teile für Eigenreparaturen können jedoch beschafft werden. Wer mehr Unterstützung will, sollte auf das Fairphone Gen 6+ warten, das erstmals offiziell in den USA verkauft wird.

Purism Librem 5

Rein, aber veraltet

Wenn Sie ein Linux-Handy suchen, sollte das Librem 5 von Purism oben auf Ihrer Liste stehen. PureOS ist ein Paradebeispiel für freie und offene Software, einschließlich der Treiber. Es funktioniert quasi als Desktop-Plattform, angepasst zum Handy. Wenn Sie Firefox nutzen, verwenden Sie die Desktopversion statt einer abgespeckten Mobilversion. Sie können Funktionen nutzen, die auf Android oder iOS nicht möglich sind.

Die physischen Kill-Schalter trennen drahtlose Verbindungen und Aufnahmegeräte, was Datenschutz gewährleistet.

Doch diese Freiheit hat ihren Preis. Er kostet 799 USD, mit begrenzter Netzkompatibilität in den USA (T-Mobile bleibt Ihre Option). Für Hardware, die selbst die günstigsten Android-Handys übertrifft, bekommt man einen fast zehn Jahre alten Prozessor, 3 GB RAM und 32 GB Speicher. Das Librem 5 richtet sich mehr an Sicherheitsenthusiasten und FOSS-Anhänger als an alltägliche Nutzer, die einfach einen Wechsel von Apple oder Google wollen.

Volla Phone Quintus

Wahlmöglichkeiten, aber teuer

Das Volla Phone Quintus bietet echte Softwarewahl. Entscheiden Sie sich für das Android-basierte Volla OS, wenn App-Kompatibilität im Vordergrund steht, oder wählen Sie Ubuntu Touch.

Der Quintus kommt mit einem MediaTek Dimensity 7050-Chip und 256 GB Speicher, doch Fingerabdrucksensor, LTE-Anrufe und Dual-SIM-Unterstützung bereiten unter Linux Schwierigkeiten. Das Setup ist einfach, doch das Risiko ist hoch. Der Preis liegt bei 832 USD. Wie das Fairphone handelt es sich um ein importiertes Gerät ohne US-Support. Hilfe gibt es nur in der Community und durch eigene Experimente. Ersatzteile? Mangelware. Verführerisch bleibt es als ausgereiftes Gerät, das mit Linux geliefert wird.

AOSP im Blick

Offene-Quellen-Training-Räder

Interessiert an einem Open-Source-Handy, aber noch nicht bereit für volles Linux? Es gibt Alternativen: inoffizielle Firmware auf Basis des Android Open Source Project (AOSP) – Googles minimalistisches OS ohne proprietäre Apps wie Gmail.

Custom ROMs wie /e/OS und GrapheneOS bieten mehr Open-Source-Anteile und sind datenschutzfreundlicher als herkömmliche Android-Versionen. Sie könnten proprietären Code nicht vollständig vermeiden, aber die Erfahrungen sind in der Regel „de-Googled“. Damit umgehen Sie die Datensammlung von Big Tech, während Sie sogar Play Store-Apps ohne Google-Konto auf /e/OS herunterladen können.

Geräte wie das Murena Fairphone Gen 6 kommen bereits mit dieser Software vorinstalliert. Kein Flashen nötig. Selbst wenn Sie selbst Hand anlegen, stammen die Telefone, die diese AOSP-Varianten unterstützen, meist von renommierten Marken wie Google und bald auch Motorola. Sie sichern sich moderne Hardware plus die Möglichkeit, zu reinem Android zurückzukehren.

Sehen Sie AOSP als eine Brücke. Ein schrittweiser Zugang zu unkompliziertem Linux, ohne gleich ganz einzutauchen. Wenn Sie bereit sind, warten zahlreiche Geräte auf Sie.

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